Wurzelspitzenresektion

Eine Wurzelspitzenresektion (WSR) ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, bei dem die entzündete Spitze einer Zahnwurzel entfernt wird. Sie kommt infrage, wenn ein bereits wurzelbehandelter Zahn an der Wurzelspitze weiter entzündet ist, aber erhalten werden soll. Danach wird der Wurzelkanal von der Spitze her (retrograd) dicht verschlossen.

Ziel
Den Zahn erhalten
Betäubung
Lokal, auf Wunsch Lachgas
Voraussetzung
Vorherige Wurzelbehandlung

Wann eine Wurzelspitzenresektion nötig ist

Nach einer Wurzelbehandlung können Bakterien in feinen Verzweigungen des Wurzelkanals zurückbleiben. An der Wurzelspitze bildet sich dann ein Abszess, ein Granulom oder eine Zyste. Das kann Druck, Schmerzen beim Aufbeissen, eine Schwellung oder eine Fistel am Zahnfleisch auslösen. Manchmal verläuft die Entzündung ohne Beschwerden und wird erst auf dem Röntgenbild entdeckt. Oft ist zuerst eine erneute Wurzelbehandlung sinnvoll. Ist das nicht möglich, etwa weil der Zahn eine Krone mit Stift trägt, oder hat es nicht ausgereicht, ist die Wurzelspitzenresektion der Weg, den Zahn zu erhalten.

Wie der Eingriff abläuft

Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung, bei Angst auf Wunsch mit Lachgassedierung. Geplant wird mit einer Röntgenaufnahme, in bestimmten Fällen unter Zuhilfenahme eines 3D-DVT-Röntgenbilds. Über der Wurzelspitze wird das Zahnfleisch eröffnet und ein kleines Fenster im Knochen angelegt. Die Wurzelspitze wird mit dem entzündeten Gewebe entfernt, der Wurzelkanal von unten verschlossen und die Wunde vernäht.

Nach dem Eingriff

Die meisten Patienten sind am nächsten Tag wieder im Alltag. In seltenen Fällen kann es nachher zu einer leichten Schwellung oder einem Spannungsgefühl kommen; Kühlen von aussen hilft. Die Fäden werden bei einem Kontrolltermin entfernt. Ob der Knochen um die Wurzelspitze wieder ausheilt, zeigt eine Röntgenkontrolle nach einigen Monaten.

Erhalten oder ersetzen?

Ob sich der Erhalt des Zahns lohnt, hängt vom Befund ab: von der Länge der verbleibenden Wurzel, vom Zustand des Zahns und vom Knochen. Ist ein Erhalt nicht sinnvoll, wird der Zahn entfernt und die Lücke versorgt, zum Beispiel mit einem Implantat. Beide Wege besprechen wir offen, bevor etwas entschieden wird.

Kosten

Abgerechnet wird nach Dentotar und dem tatsächlichen Aufwand. Vor dem Eingriff erhalten Sie einen Kostenplan. Die Grundversicherung übernimmt Zahnbehandlungen in der Schweiz nicht, Zahnzusatzversicherungen beteiligen sich je nach Police; bei einem nachweislichen Unfall zahlt die obligatorische Unfallversicherung.

Wie wir in Basel vorgehen

Die Wurzelspitzenresektion führen wir in unserer Zahnklinik in Basel selbst durch, als Teil der oralchirurgischen Eingriffe. So bleiben Diagnose, Eingriff und Nachkontrolle in einer Hand.

Häufige Fragen zur Wurzelspitzenresektion

Der Eingriff selbst ist durch die Betäubung schmerzfrei. In seltenen Fällen kann es nachher zu einer leichten Schwellung oder einem Spannungsgefühl kommen.

Bei der Wurzelbehandlung wird der Zahn von oben durch die Krone gereinigt und gefüllt. Bei der Wurzelspitzenresektion wird die Wurzelspitze von der Seite über den Knochen erreicht und entfernt, wenn die Entzündung dort trotz Wurzelbehandlung bleibt.

Das Zahnfleisch verheilt in der Regel innerhalb weniger Tage. Der Knochen um die Wurzelspitze braucht einige Monate; das zeigt die Röntgenkontrolle.

Die meisten Patienten sind am nächsten Tag wieder im Alltag. Körperliche Anstrengung sollten Sie in den ersten Tagen vermeiden.

Dann wird gemeinsam entschieden, ob der Zahn entfernt und die Lücke versorgt wird, zum Beispiel mit einem Implantat.

Die Grundversicherung nicht. Zahnzusatzversicherungen beteiligen sich je nach Police; bei einem nachweislichen Unfall zahlt die obligatorische Unfallversicherung.

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