Knochenaufbau

Knochenaufbau (Augmentation) ist der Wiederaufbau von Kieferknochen, der nach Zahnverlust, Entzündung oder Verletzung geschwunden ist. Er schafft das feste Fundament, das ein Zahnimplantat braucht, um sicher einzuheilen und dauerhaft zu halten. Aufgebaut wird mit eigenem Knochen oder mit Knochenersatzmaterial, je nach Befund vor oder gleichzeitig mit der Implantation.

Material
Eigenknochen oder Ersatzmaterial
Planung
3D-Röntgen (DVT)
Zeitpunkt
Vor oder mit dem Implantat

Warum Knochen fehlt

Nach dem Verlust eines Zahns wird der Kieferknochen an dieser Stelle nicht mehr belastet und baut sich in über 50% aller Fälle innerhalb von Monaten stark ab, in der Breite und in der Höhe. Auch eine Parodontitis, eine Entzündung an der Wurzelspitze oder eine lange getragene Prothese lassen Knochen schwinden. Ein Implantat braucht aber rundum ausreichend Knochen, damit es stabil verankert ist und das Zahnfleisch gesund bleibt. Fehlt dieser Knochen, wird er aufgebaut.

Welche Verfahren es gibt

Beim Knochenaufbau wird der Kiefer mit eigenem Knochen (Transplantation) oder mit Knochenersatzmaterial, zum Beispiel Bio-Oss, aufgebaut. Kleinere Defekte lassen sich oft direkt beim Setzen des Implantats auffüllen. Grössere Defekte werden zuerst aufgebaut; das Implantat folgt, sobald der neue Knochen tragfähig ist. Eine Membran deckt das Material ab, damit es in Ruhe einheilen kann. Alle Verfahren führen wir in unserer Klinik selbst durch, als Teil der oralchirurgischen Eingriffe.

Sinuslift im Oberkiefer

Im Seitenzahnbereich des Oberkiefers liegt die Kieferhöhle (Sinus) direkt über den Zahnwurzeln. Nach Zahnverlust bleibt dort oft nur eine dünne Knochenschicht. Beim Sinuslift wird die Schleimhaut der Kieferhöhle vorsichtig angehoben und der Raum darunter mit Knochen oder Ersatzmaterial aufgefüllt. So entsteht genug Höhe für ein Implantat. Bei wenig fehlendem Knochen geschieht das über den Implantatkanal selbst, bei mehr über ein kleines Fenster in der seitlichen Kieferwand.

Wie der Eingriff abläuft

Am Anfang steht die kostenlose Implantatberatung, in der in bestimmten Fällen mit 3D-Röntgen (DVT) genau gemessen wird, wie viel Knochen vorhanden ist und wo er fehlt. Der Aufbau selbst erfolgt unter lokaler Betäubung, auf Wunsch mit Lachgassedierung. Das Zahnfleisch wird eröffnet, der Knochen eingebracht und mit einer Membran gesichert, dann wird die Wunde vernäht. Die meisten Patienten sind am nächsten Tag wieder im Alltag.

Einheilung und Dauer

Wie lange der neue Knochen zum Einheilen braucht, hängt vom Umfang ab. Ein kleiner Aufbau gleichzeitig mit dem Implantat verlängert die Behandlung kaum. Ein grösserer Aufbau heilt zuerst für einige Monate ein, bevor das Implantat gesetzt wird. Das Implantat selbst ist in der Regel sofort oder nach spätestens sechs Wochen stabil genug, um die Krone zu tragen; nach einem Knochenaufbau dauert es länger.

Wie wir in Basel vorgehen

In unserer Zahnklinik in Basel planen wir Knochenaufbau und Implantat aus einer Hand, chirurgisch und prothetisch. Wir arbeiten mit Titan- und Keramikimplantaten; wer eine metallfreie Versorgung wünscht, erhält sie mit einem Keramikimplantat. Bei Zahnarztangst ist der Eingriff mit Lachgassedierung möglich. Die Kosten richten sich nach dem Umfang des Aufbaus und dem Material; Sie erhalten vorab eine Kostenplanung. Auf Implantate geben wir Garantie, Voraussetzung ist die halbjährliche Kontrolle mit Dentalhygiene.

Häufige Fragen zum Knochenaufbau

Der Eingriff selbst ist durch die Betäubung schmerzfrei. In seltenen Fällen kann es nachher zu einem leichten Spannungsgefühl kommen.

Entweder aus dem eigenen Kiefer, meist aus der Nähe der Implantatstelle, oder aus Knochenersatzmaterial wie Bio-Oss. Oft wird beides kombiniert. Was im Einzelfall passt, zeigt das 3D-Röntgen.

Nein. Ist genug Knochen vorhanden, wird das Implantat direkt gesetzt. Ob ein Aufbau nötig ist, klären wir in der kostenlosen Implantatberatung, in bestimmten Fällen unter Zuhilfenahme eines 3D-DVT-Röntgenbilds.

Bei kleinen Defekten gleichzeitig mit dem Aufbau. Bei grösseren Defekten heilt der Knochen zuerst für einige Monate ein. Den genauen Zeitpunkt legt der Befund fest.

Der Sinuslift ist eine besondere Form des Knochenaufbaus im Seitenzahnbereich des Oberkiefers: Statt den Kiefer von aussen zu verbreitern, wird die Schleimhaut der Kieferhöhle angehoben und der Raum darunter aufgefüllt.

Das hängt von Umfang, Verfahren und Material ab. Abgerechnet wird nach Schweizer Tarif und Aufwand; vor dem Eingriff erhalten Sie einen Kostenplan, in dem Aufbau, Implantat und Krone einzeln aufgeführt sind.

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