Lachgassedierung

Die Lachgassedierung ist ein Verfahren, bei dem Sie während der Zahnbehandlung über eine kleine Nasenmaske ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas (Distickstoffmonoxid) einatmen. Innerhalb weniger Minuten stellt sich eine angenehme Entspannung ein, Angst und Schmerzempfinden treten in den Hintergrund – Sie bleiben wach, ansprechbar und atmen selbstständig. Nach der Behandlung ist das Lachgas in wenigen Minuten vollständig abgeatmet.

Sie bleiben
Wach und ansprechbar
Abgebaut
In wenigen Minuten
Autofahren
Danach möglich

Wie wirkt Lachgas?

Lachgas wirkt angstlösend, leicht schmerzdämpfend und entspannend. Es dämpft die Wahrnehmung, ohne das Bewusstsein auszuschalten: Sie hören und verstehen alles, reagieren auf Ansprache, empfinden die Behandlung aber wie aus einer angenehmen Distanz. Das Zeitgefühl verändert sich, eine lange Sitzung erscheint kurz. Auch ein ausgeprägter Würgereiz lässt unter Lachgas deutlich nach.

Das Gas wird über die Lunge aufgenommen und über die Lunge wieder abgegeben – Leber und Nieren werden nicht belastet, es entstehen keine Abbauprodukte. Deshalb setzt die Wirkung innerhalb weniger Minuten ein und ist nach dem Abatmen ebenso schnell wieder verschwunden. In unserer Klinik bieten wir die Lachgassedierung in Basel für Kinder und Erwachsene an.

Für wen eignet sich die Lachgassedierung?

In erster Linie für Menschen mit Zahnarztangst – von leichter Anspannung bis zur ausgeprägten Panik (Phobie). Lachgas ist die am häufigsten gewählte Stufe, weil es die Angst zuverlässig nimmt, ohne dass Sie schlafen, und weil Sie die Praxis danach selbstständig verlassen können. Ebenso geeignet ist es bei starkem Würgereiz, bei längeren Eingriffen wie einer Implantation oder der Entfernung der Weisheitszähne und für Kinder ab dem Alter, in dem sie die Nasenmaske akzeptieren – meist ab etwa vier Jahren.

Nicht geeignet ist Lachgas bei verstopfter Nase oder Erkältung, weil die Atmung durch die Nase Voraussetzung ist, sowie in den ersten Monaten einer Schwangerschaft und bei einzelnen Lungen- und Ohrerkrankungen. Das klären wir im Vorgespräch – in solchen Fällen stehen Dämmerschlaf oder Vollnarkose zur Verfügung.

Wie läuft die Behandlung mit Lachgas ab?

Sie bekommen eine kleine, weiche Nasenmaske aufgesetzt und atmen zunächst reinen Sauerstoff. Dann wird das Lachgas schrittweise zugemischt, bis die gewünschte Entspannung erreicht ist – die Dosierung wird individuell eingestellt und während der gesamten Behandlung überwacht. Nach zwei bis drei Minuten spüren Sie die Wirkung: Wärme, Leichtigkeit, Ruhe.

Die eigentliche Behandlung läuft wie gewohnt, inklusive lokaler Betäubung, die Sie unter Lachgas kaum wahrnehmen. Am Ende wird das Lachgas abgestellt, und Sie atmen noch einige Minuten reinen Sauerstoff. Danach ist das Gas vollständig aus dem Körper – Sie verlassen die Praxis ohne Begleitperson und dürfen Auto fahren.

Wie sicher ist Lachgas?

Lachgas wird seit über 150 Jahren in der Zahnmedizin eingesetzt und gilt als eines der sichersten Sedierungsverfahren überhaupt. In den USA, England und Skandinavien gehört es seit Jahrzehnten zum Standard in Zahnarztpraxen. Es belastet weder Leber noch Nieren, hat keine Nachwirkungen und verursacht keinen «Kater». Der Sauerstoffanteil im Gemisch liegt jederzeit deutlich über dem der normalen Atemluft.

Die Frage «Ist Lachgas beim Zahnarzt gefährlich?» lässt sich klar beantworten: bei fachgerechter Anwendung nein. Sie bleiben die ganze Zeit wach und ansprechbar, atmen selbstständig und werden laufend überwacht. Sollte Ihnen die Wirkung unangenehm sein, wird das Lachgas reduziert oder abgestellt – und ist innerhalb von Minuten verschwunden.

Lachgas, Dämmerschlaf oder Vollnarkose?

Lachgas ist die leichteste von drei Stufen. Beim Dämmerschlaf versetzt Sie ein Beruhigungsmittel in einen schlafähnlichen Zustand; Sie bekommen wenig bis nichts mit, atmen aber selbstständig und werden von einem Anästhesieteam überwacht. In Vollnarkose schlafen Sie ein und wachen auf, wenn alles erledigt ist – der Weg für umfangreiche Sanierungen in einer Sitzung oder bei sehr starker Angst. Nach beiden brauchen Sie eine Begleitperson und dürfen 24 Stunden nicht fahren.

Welche Stufe passt, hängt von der Angst und vom Umfang der Behandlung ab. Für die meisten Patientinnen und Patienten reicht Lachgas – und wer mit Dämmerschlaf oder Narkose beginnt, wechselt für die Nachsorge oft auf Lachgas. Wie Sie die richtige Stufe finden, beschreibt unser Ratgeber Zahnarztangst: Was wirklich hilft.

Lachgas in unserer Klinik in Basel

Zahnarzt Boris Nikas behandelt seit über 20 Jahren Angstpatientinnen und -patienten und bietet als eine der wenigen Praxen der Region alle Stufen an – vom einfühlsamen Gespräch über Lachgas und Dämmerschlaf bis zur Vollnarkose. Lachgas lässt sich mit jeder Behandlung kombinieren: von der Dentalhygiene über Füllungen und Wurzelbehandlungen bis zu Implantaten und Weisheitszahn-Entfernungen.

Die Lachgassedierung wird pro Sitzung zusätzlich zur Behandlung berechnet; den Preis nennen wir Ihnen vorab. Die Grundversicherung übernimmt diese Leistung in der Regel nicht. Wenn Sie unsicher sind, ob Lachgas für Sie das Richtige ist: Der erste Termin ist ein Gespräch, keine Behandlung.

Häufige Fragen zu Lachgassedierung

Nein. Lachgas wird seit über 150 Jahren in der Zahnmedizin eingesetzt, ist bestens erforscht und gilt als eines der sichersten Sedierungsverfahren. Es wird über die Lunge vollständig abgeatmet und belastet weder Leber noch Nieren.

Ja. Nach der Behandlung atmen Sie einige Minuten reinen Sauerstoff, danach ist das Lachgas vollständig abgebaut und Sie sind uneingeschränkt fahrtüchtig. Nach Dämmerschlaf oder Vollnarkose gilt das nicht – dort brauchen Sie eine Begleitperson.

Ja, aber es stört Sie nicht. Sie bleiben wach und ansprechbar, empfinden die Behandlung aber wie aus der Distanz und deutlich kürzer, als sie tatsächlich dauert. Viele erinnern sich hinterher nur noch vage.

In den meisten Fällen ja – Lachgas ersetzt die lokale Betäubung nicht, sondern nimmt die Angst davor. Den Einstich nehmen Sie unter Lachgas kaum wahr.

Die Lachgassedierung wird pro Sitzung zusätzlich zur eigentlichen Behandlung berechnet; den Preis nennen wir Ihnen vorab. Die Grundversicherung übernimmt sie in der Regel nicht.

Ja, sehr gut – ab dem Alter, in dem ein Kind die Nasenmaske akzeptiert, meist ab etwa vier Jahren. Es nimmt die Angst, ohne dass das Kind schläft, und macht den Zahnarztbesuch zu einer positiven Erfahrung.

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